Terrassen45v50von50Informationen zum Umzug vom „haus hebron“ in die Hartriegelstr.132, 12439 Berlin- Niederschöneweide

Das alte „haus hebron“ in der Köpenicker Str. 1, in 12489 Berlin Treptow-Adlershof, befand sich auf dem ehemaliger Kohlebahnhof im Entwicklungsgebiet Adlershof. Das gesamte Gebiet wurde städtebaulich neu geplant. Das Gebäude in der Köpenicker Str. und wird geräumt und abgerissen. Für die Entwicklung dieses Stadtgebietes  ist die Projektgesellschaft Adlershof verantwortlich: http://www.adlershof.de/adlershof-projekt-gmbh/ueber-uns/.

Im Jahre 2007 wies uns die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung das Grundstück Hartriegelstr. 132 in 12439 Berlin nach. Es kam zum Kaufvertrag, Bauantrag und Baubeginn. Da dies im Kern ein privatrechtlicher Vorgang ist, kam leider niemand –weder der Senat, noch wir- auf die Idee, die Bevölkerung in diese Entscheidung mit einzubinden. Am bisherigen Standort in der Köpenicker Str. hatte es seit 1993 keine Konflikte mit der Nachbarschaft gegeben außer, dass dann und wann mal eine hilflose Person im Straßenbild aufgefallen ist. Auch das ist ein Grund, weshalb wir nicht auf die Idee kamen, dass es in Oberspree  anders gesehen werden könnte.

Wir bedauern aus heutiger Sicht, damals die Nachbarschaft der Hartriegelstr. über die Umzugspläne nicht informiert zu haben und werden uns jetzt alle Mühe geben, den Fragen und Sorgen der Nachbarn angemessen zu begegnen. Hierzu hatten wir in der gesamten Bauphase einen Internet-Blog und ein Bürgertelefon eingerichtet und am Bauschild veröffentlicht. Nach dem Einzug in die Hartriegelstraße 132 werden wir täglich für Fragen und Antworten vor Ort zur Verfügung stehen.

Ab Juni 2015 haben wir wieder ein Bürgertelefon eingerichtet, was rund um die Uhr besetzt ist: Hier ist die Ruf Nr. 0171 575 3001.

Der Umzug ist im Juni 2015 vollzogen worden.

Es war politischer und Amtswille in Treptow einen Beirat zu gründen, mit dem Ziel, die Eingewöhnung des Wohnheims in Oberspree zu fördern, Ängste, Sorgen und Beschwerden der Bevölkerung und der öffentlichen Aufgabeninhaber aus der Nachbarschaft (Schulen, Kitas, Parteien u.a.) im Sinn des § 13 der europäischen Menschenrechtskonvention (Recht auf wirksame Beschwerde) aufzunehmen und diese qualifiziert zu bearbeiten. In Zusammenarbeit mit Fachkräften aus dem Bezirksamt Treptow wurde eine Beirats-Satzung ausgearbeitet.

Wir haben mit vielen Gruppen aus der Nachbarschaft und Anwohnern darüber geredet, wie es möglich sein könnte, die Öffentlichkeit in der Eingewöhnungsphase zu hören und zu Wort kommen zu lassen. Es hat sich herauskristallisiert, dass wir in bestimmten Abständen und bei Bedarf in das haus hebron  zu Bürgerversammlungen einladen werden, und dies am ehemaligen Bauschild, im Internet und als Newsletter bekannt geben.

Die Bürgerinitiative Oberspree hatte einen Forderungskatalog aufgestellt, auf den wir nachfolgend eingehen:

Forderungen Nr.1-20 von der Bürgerinitiative

1.     Begrenzung der Plätze

Auf Grund der Tatsache, dass es in Oberspree und Niederschöneweide bereits Einrichtungen mit ähnlichen problembehafteten Menschen gibt und somit die Sozialverträglichkeit bei einer Einrichtung mit 120 Plätzen überstrapaziert wird, ist eine Begrenzung auf 60 Plätze vorzunehmen.

„haus hebron“:

„Die derzeitige Belegung im Haus Hebron setzt sich aus folgenden Personenkreisen zusammen:

20 Personen sind auf einen Rollstuhl angewiesen,

18 Personen sind auf einen Rollator angewiesen,

8 Personen benutzen einen Gehstock,

4 Personen sind mobil aber vorzeitig gealtert und schwach,

50 Personen der Bewohner kommen so gesehen, aufgrund ihrer körperlichen Verfassung auf öffentlichem Straßenrand kaum vor. Diese Tatsache kommt der aufgestellten Forderung der Personenbegrenzung sehr nahe.“

2.     Zusicherung keine weitere Einrichtung

Zusicherung, dass auf den weiterhin erworbenen Grundstücksflächen der Investoren-GbR Windmüller/Ebel im Wohngebiet keine derartigen Einrichtungen zukünftig mehr entstehen sollen, bzw. eine Ausweitung der Unterbringungskapazität nicht erfolgen wird.

 „haus hebron“:

„Die Grundstückseigentümer-GbR kann diese Forderung voll zusagen:

Eine weitere Einrichtung dieser Art wird nicht entstehen und würde auch gar nicht genehmigt werden können. Wir sagen auch den Garagen-Nutzern zu, dass wenn in der Zukunft auf dem Grundstück Hartriegelstr. 130 (Garagengrundstück Ecke Moosstr.) einmal eine Wohnbebauung käme, wir im Untergeschoss alle Garagen und hoffentlich mehr als bisher einrichten möchten.“

3.     Zusicherung Personenauswahl

Zusicherung der zuweisenden Sozialämter und der Zentralen Unterbringungsstelle des Senats, dass keine harten Drogenabhängigen und Gewaltverbrecher in dieser Einrichtung jetzt und künftig unter gebracht werden.

„haus hebron“:

„Eine derartige Zusage wird es nach unserer Auffassung seitens der Sozialämter nicht geben. Drogenabhängige und Gewaltverbrecher können in unserer Gesellschaft räumlich nicht ausgegrenzt werden. Das Verbrechen, bei dem im Januar 2015 eine  junge, schwangere Frau in der Köllnischen Heide erst mit dem Messer verletzt und dann angezündet wurde zeigt, dass auch außerhalb von Wohnheimen solche Gewaltverbrecher anzutreffen sind. Auch im Haus Hebron hat es einen Tötungsdelikt gegeben, der von einem kurzfristigen Gast verübt wurde. Der Kontaktbeamte vom Abschnitt 65 hat bei einer Bürgerversammlung vor einiger Zeit mitgeteilt, dass die Kriminalität in Zusammenhang mit dem Haus Hebron bisher fast immer von außen auf die Bewohner einwirkte und nicht von Bewohnern selber ausging.“

4.     Ständige Einrichtung des Arbeitskreises

zur Vermeidung von Konflikten und zur Einflussnahme der Anwohner und gesellschaftlichen Kräfte auf ein sozialverträgliches Miteinander. Der Arbeitskreis tagt mindestens einmal im Quartal.

5.     Konfliktmanagement

Für akute Fälle ist ein ausgewählter Personenkreis für ein Konfliktmanagement einzusetzen, der auf Anforderung tagt.

 „haus hebron“:

„Es hat vielfältige Meinungsäußerungen zu diesem Thema gegeben. Viele Nachbarn haben uns angesprochen und ihre persönliche Einstellung zu diesem Thema sehr differenziert dargestellt. Wir sehen uns deshalb in nächster Zukunft als direkter Ansprechpartner für alle Anliegen der Nachbarschaft in Oberspree. So können wir am besten garantieren, dass die Bevölkerung unpolemisch und mit allen sachlichen Informationen versorgt wird. Wer nicht mit uns persönlich Kontakt aufnehmen will, kann uns über eine, der vielen, auch oben genannten Institutionen ansprechen, die uns allzu meist signalisiert haben, an einem guten Transport von Befindlichkeiten aus der Bevölkerung mit zu wirken.“

Schreiben Sie uns eine Mail: info@haus-hebron.de

oder

rufen Sie den Geschäftsführer Stephan Ebel an: 2000 380 – 0

oder

senden Sie ein Fax an: 2000 380 – 99.

 6.     Zweiter Bürgersteig

Errichtung eines zweiten Bürgersteiges in der Hartriegelstraße gegenüber dem Objekt mit ausreichender Beleuchtung. Darüber hinaus ist der Weg an der S-Bahn zum Betriebsbahnhof Schöneweide besser auszuleuchten.

7.     Straßenbeleuchtung

Ausreichende Beleuchtung des Geländes einschließlich des Bürgersteiges in der Hartriegelstraße.

„ haus hebron“:

„Wir haben von der zuständigen Baubehörde erfahren, dass es keinen weiteren Bürgersteig geben wird. Man argumentiert u.a., dass eine Möglichkeit die Hartriegelstr. im Bereich des Wohnheims zu meiden, über den Fußweg neben der S-Bahn möglich sei. Wegen der Forderung an die Straßenbeleuchtung haben wir im Februar 2015 bei Sen-stadt-um.berlin eine Anfrage gestellt. Das daraufhin beauftragte Gutachten sagt aus, dass die Straßenbeleuchtung den allgemeinen Anforderungen entspricht.

8.     unangemeldete Kontrollen

Vornahme von unangemeldeten Kontrollen im Haus Hebron gem. der Festlegungen der Mindestanforderungen für nichtvertragsgebundene Obdachlosenunterkünfte unter Einbeziehung der Bürgervertretung und Vertreter der ansässigen Wohnungsgenossenschaften.

 „haus hebron“:

„Wir sind ein Beherbergungsbetrieb, der nach den Gesetzten und Vorschriften der regionalen Bau-Behörde beaufsichtigt wird. Da wir wohnungslose Menschen nach ASOG unterbringen gibt es die zusätzliche Aufsicht das Sozialamtes Treptow. Die Kontrolle, ob wir die Mindestanforderungen für nicht vertragsgebundene Obdachlosenunterkünfte (gilt z.B. in Wohnheimen, Pensionen, Wohnungen u. Apartments) einhalten findet regelmäßig statt. Wir lassen jederzeit unangemeldete Kontrollen der Behörde zu. Einer Forderung über eine, darüber hinaus gehende Kontrolle des Sozialamtes durch Bürgervertretungen und Wohnungsbaugesellschaften liegt nicht in unserer Kompetenz.“

Forderungen, die sich ausschließlich auf den Betreiber bzw. Investoren beziehen:

9.     Betreuungskonzept

Durch den Betreiber des Hauses Hebron ist ein Betreuungskonzept mit dem Ziel zu erarbeiten, den Menschen in diesem Haus eine sinnvolle Beschäftigung und Freizeitgestaltung im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu geben um sie somit zu unterstützen selbständig zu handeln.

 „haus hebron“:

„Wir haben einen klar definierten Beherbergungsauftrag und mehr nicht. Einrichtungen, die darüber hinaus Aufgaben übernehmen, werden nach besonderen Paragraphen des BSHG (Bundessozialhilfegesetz) hierfür befugt. Angesichts mancher Defizite, die wir bei der Unterbringung ständig vor Augen haben, befürsorgt unser Sozialdienst –soweit dies mit privater Initiative möglich ist- unsere Bewohner seit vielen Jahren nach manchen Konzepten. Näheres hierüber erfahren Sie auf unserer Internetseite unter den Rubriken: Leistungen und Konzept.“

10.  qualifiziertes Personal

Für die Realisierung vorgenannter Maßnahme ist entsprechend  qualifiziertes und auf die Anzahl der Bewohner ausgerichtetes  Personal vorzuhalten, was durch entsprechende Nachweise dem Arbeitskreis zur Kenntnis zu geben ist.

„haus hebron“:

„Die Frage des Personals ist unmittelbar an den Tagessatz gekoppelt. Wir haben unsere Tagessätze mit der Aufsichtsbehörde abzustimmen. Insofern sind wir nicht frei, Personal einzustellen wie es unserem Gutdünken entspräche. Im Übrigen gilt, dass jeder, der einen besonderen Betreuungsbedarf hat einen Betreuer vom Amtsgereicht zugeteilt bekommt. Dieser ist dafür zuständig, besonderen Bedarf und auch besondere Unterbringung seines Betreuten durchzusetzen.“

11.  Schallschutzmaßnahmen

Nachweis von Schallschutzmaßnahmen auf Grund der unmittelbaren S-Bahnnähe und der damit verbundenen Lärmbelästigung , zu Gunsten der Bewohner im Rahmen der Investitionsmaßnahme.

 „haus hebron“:

Wir schlagen vor, in dieser Frage auf die gute Arbeit der Bauaufsichtsbehörde treptow-Köpenick in Zusammenarbeit mit dem Architekten, der das Haus geplant hat zu vertrauen oder machen Sie sich selbst vor Ort „ein Ohr“ von der Geräuschkulisse im Haus am Bahndamm.

12.  Schutzzaun

Errichtung eines geeigneten Sichtschutzzaunes einschließlich Begrünung auf dem Baugelände und deren Pflege zu den angrenzenden Gehwegen.

„haus hebron“:

Die Zeiten der Unansehnlichkeit haben ihr Ende mit dem Abriss der alten Garagen des Vornutzers gefunden. Wir beabsichtigen eine Grünanlage und ein Teich-Biotop anzulegen, damit auch Spaziergänger  gerne einen Blick auf das Gelände werfen.

13.  Pförtnerdienst

Einrichtung eines 24 stündigen Pförtnerdienstes am Ein-bzw. Ausgang des Geländes, um somit bei eventuellen Vorkommnissen mit Bewohnern des Hauses Hebron sofortiges Reagieren zu ermöglichen. Dazu sind auch gut sichtlich entsprechende Notrufnummern anzubringen.

„ haus hebron“:

„Alle derartigen baulichen Gegebenheiten hat das zwingende Brandschutzkonzept, das Bestand der Baugenehmigung ist  schon geregelt. Von der Hartriegelstr. aus links neben dem „Altbau“ gesehen kann man jetzt schon eine Fundamentplatte sehen. Sobald die Baukasse es erlaubt wird darauf noch ein Bürokomplex gebaut. Dieses Büro hat den baurechtlich erforderlichen Abstand und ist doch so nah an dem Gehweg der Straße, dass hier die gewünschte Pförtnerarbeit stattfinden kann.“

Animation-Pförtnerhaus

14.  Tierhaltung

Keine Nutztierhaltung einschließlich Kampfhunde. Bei Zustimmung des Veterinäramtes des Stadtbezirks soll das Tiergehege nicht öffentlich einsehbar sein, damit Kinder, die sich nicht in Begleitung von Erwachsenen befinden nicht zur Kontaktaufnahme animiert werden.

„haus hebron“:

„Wir haben bisher Ziegen gehalten. Sie sind sehr gesellig, kommen auf Zuruf und lassen sich gerne füttern und streicheln. Dies wollen wir den Bewohnern auch in Zukunft bieten. Allein laufenden Kindern werden wir keinen Zutritt auf das Gelände erlauben. Im Übrigen obliegt es den Eltern, mit ihren Kindern ein Verhalten in der Öffentlichkeit zu verabreden und ihnen beizubringen, dass man nicht fremde Grundstücke betritt, nur weil sich dort eine Ziege befindet.“

15.  Schutz der Spielplätze

Vom Betreiber wird sichergestellt, dass auf den umliegenden Spiel-und Sportplätzen von den Bewohnern keine harten Drogen und kein Alkohol konsumiert werden. Durch den Betreiber sind tägliche Kontrollen durchzuführen und entsprechend nachzuweisen.

 „haus hebron“:

„Wir werden im Bewohnervertrag die  Verpflichtung aufnehmen, Spielplätze und dergleichen überhaupt nicht zu betreten, garantieren können wir aber die Einhaltung nicht“

16.  Das Konsumieren von Alkohol und Drogen

im Haus Hebron und auf dem Gelände soll verboten werden, sofern es sich nicht um notwendige therapeutische Maßnahmen handelt, die entsprechend nachzuweisen sind.

„ haus hebron“:

„Wir sind und bleiben eine Sucht akzeptierende Einrichtung und das ist gut so: Haus Hebron will auch austherapierten Menschen einen Platz bieten, wo sie den Rest ihres Lebens in Ruhe und Würde verbringen können. Viele Einrichtungen haben den Anspruch an Bewohner trocken zu bleiben. Beim ersten Rückfall sind sie vor der Tür, und genau das wollen wir nicht. Es gibt eben Menschen, die ihre Sucht zeitlebens nicht los werden, auch wenn die Einrichtung dies als Wohnvoraussetzung vorschreibt. Exzessives Trinken ist aber auch bei uns verboten.

17.  Kündigung von Bewohnern bei Fehlverhalten

Sollte ein Bewohner des Hauses Hebron kein sozialverträgliches Verhalten zeigen und wiederholt Anwohner belästigen, was durch Meldung des Anwohners aktenkundig sein muss, hat eine Unterbringung anderweitig zu erfolgen.

„ haus hebron“:

„Im Haus Hebron dürfen sich die Bewohner schon etwas „daneben benehmen“. Brandstiftung, Gewalt gegen Menschen und sexuelle Belästigungen führen meistens zur sofortigen Kündigung.“

Fragen, die einer Klärung dringend bedürfen:

18.  Haftung

Wie wird die Haftung bei eventuellen Schäden, die durch Bewohner  des Hauses Hebron verursacht wurden geregelt, zumal eine Vielzahl der Bewohner unter Betreuung stehen und für ihre Handlungen nicht haftbar gemacht werden können.

„haus hebron“:

„Wir haben mit den verschiedenen Versicherungen, einem Rechtsanwalt und Betreuern nach einer Lösung gesucht. In Einzelfällen konnten wir Bewohner dazu bewegen eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Zwingen können wir niemanden. Auf eine Gesamtlösung für unser Haus, z.B. eine Haftpflicht-Gruppenversicherung hat sich bisher kein Versicherer eingelassen. Wer von unseren Lesern eine Versicherungsgesellschaft findet, die eine Gruppenversicherung abschließen würde,  möchte uns diese bitte nennen. Es ist bei den Bewohnern von Haus Hebron ebenso ungewiss, wie ein Haftpflichtfall geregelt werden würde, wie bei jedem anderen Mitmenschen, dem wir auf der Straße begegnen.“

19.  Änderung des Personenkreis  der untergebrachten Personen

Kann der Betreiber des Hauses Hebron, da es sich um eine vertragsfreie Einrichtung handelt, jederzeit den Personenkreis zur Beherbergung ändern bzw. wechseln und welche Konsequenzen ergeben sich damit für die Anwohner?

„haus hebron“:

„Ja, wir könnten andere Personen aufnehmen, als die jetzige Zielgruppe. Wir haben uns aber darauf spezialisiert und sind mit dem neuen Haus in der Hartriegelstr., dem Fahrstuhl, der Anzahl von Apartments mit Nasszelle, der geplanten behindertengerechten Weg- u. Gartengestaltung, dem Großbalkon für besonders eingeschränkte Mobilität überhaupt nicht daran interessiert, andere Personengruppen aufzunehmen.“

20.  Pflege

Gem. schriftlicher Aussage der Senatskanzlei und der Senatsverwaltung Stadtentwicklung sind im Haus Hebron 25 Krankenschwestern und 5 Sozialarbeiter tätig, die die Bewohner medizinisch und pädagogisch betreuen. Im Gegensatz dazu steht die schriftliche Aussage des Präsidenten des Landesamtes für Gesundheit und Soziales, dass Pflege und Betreuung nur bei Bedarf sichergestellt ist. Welche Aussage ist richtig und wie kommt es zu so unterschiedlichen Aussagen seitens der Senatsabteilungen?

„haus hebron“:

„Die Senatskanzlei oder die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat diese Auskunft möglicherweise aufgrund von eigenen Einschätzungen abgegeben. Richtig ist, was das  Landesamt für Gesundheit und Soziales sagt.

  • Haus Hebron ist kein Pflegeheim.
  • Haus Hebron ist keine Einrichtung, die unter das Heim-Gesetz fällt. Das Wort „Heim“ ist nur eine Wortgleichheit mit dem Wort Wohn-‘heim‘ oder dem Begriff ‚Heim`, das man für seine privaten Wohnräume verwenden würde.
  • „ haus hebron“ ist ein privatrechtliches, kommerzielles Beherbergungsunternehmen, vergleichbar einem Hostel.
  • Weil “haus hebron“  wohnungslose Menschen aufnimmt, deren Unterkunftskosten das Sozialamt bzw. das Jobcenter verwaltet, behalten sich diese Ämter vor, „haus hebron“ nach den Mindestanforderungen für nicht vertragsgebundene Obdachlosenunterkünfte (gilt z.B. in Wohnheimen, Pensionen, Wohnungen u. Apartments) zu überprüfen.
  • Alle Bewohner wohnen hier ohne die Verknüpfung mit Pflege. Stellt ein Bewohner, sein Arzt oder eine Fachperson Pflegebedarf fest, kann ein Antrag auf Pflege gestellt werden. Dann gibt es eine Begutachtung von einer Pflegekasse oder einer äquivalenten Stelle des Bezirksamtes und dann kann ambulante Haukrankenpflege bewilligt werden.“