Sozialdienst im Hause

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen den Sozialdienst im haus hebron vorstellen, Aufgabengebiete nennen und auch ein wenig aus unserem reichen Erfahrungsschatz berichten.

Aufgabenbereiche / Leistungsangebote

1) allgemeine Hilfestellungen und Beratungsangebote

Der Sozialdienst kümmert sich in erster Linie um die Unterstützung von Anfragen und Anliegen unserer Bewohnerinnen und Bewohner. Oftmals geht es um eine Klärung aktueller Probleme und Nöte, wie z. B. Hilfe und Unterstützung bei:

  • „Mittellosigkeit“ – das bedeutet, eine Person hat aktuell kein Geld. Wir unterstützen dabei in Form von Kommunikation mit den Leistungsstellen und Pflegediensten, die Notlage zu überbrücken. So kann die Leistungsstelle eine Vorauszahlung, bzw. ein Darlehen für die notleidende Person bewilligen. In einigen Fällen können die mit uns kooperierenden Pflegedienste einen Klienten in die sogenannte „Notversorgung“ nehmen, so dass Pflegeleistungen oder auch eine Essensversorgung in Vorleistung erbracht werden kann.
  • „Psychische Probleme“ – Jemand wird in der Unterkunft aufgenommen. Im Aufnahmegespräch stellt sich heraus, dass eine psychische Erkrankung vorliegt. Wir versuchen zunächst, mit der Person ins Gespräch zu kommen um weitere Informationen, wie Krankenhausaufenthalte, behandelnde Ärzte, bisherige Therapieversuche und Ähnliches zu erfahren. Bei akutem Behandlungsbedarf oder –wunsch suchen wir gemeinsam nach fachlicher Unterstützung. Hier ist der „Sozialpsychiatrische Dienst“ (SpD) Treptow-Köpenick, niedergelassene Neurologen und Psychiater, sowie das Krankenhaus Hedwigshöhe mit seiner psychiatrischen Fakultät wären dann die richtigen Ansprechpartner. In nicht wenigen Fällen wollen Personen mit einer psychischen Problematik aber weder Medikamente, noch Ärzte sehen, sondern einfach in Ruhe gelassen werden und mit möglichst wenigen Regeln konfrontiert werden. Dies akzeptieren wir in aller Regel.
  • „Abhängigkeitserkrankungen“ – kommen innerhalb der Klientel Obdachloser häufig vor und sind nicht selten auch der Grund von Obdachlosigkeit. Beim überwiegenden Anteil der im haus hebron lebenden Abhängigkeitserkrankten werden Therapien oder Entgiftungen nicht oder nicht mehr gewünscht, weil sich die Person z. B. mit der bestehenden Suchtproblematik einverstanden erklärt hat oder sie Versuche aufgegeben hat, der Sucht zu entkommen. Sollten die Betroffenen den Wunsch nach Entgiftung oder Langzeittherapie haben, vermitteln wir zur Entgiftungsstation „Monika“ im Krankenhaus Hedwigshöhe oder suchen nach einer geeigneten stationären Einrichtung.
  • „Antragstellung“ – wenn ehemalige Obdachlose bei uns aufgenommen werden, fehlen manchmal wichtige Dokumente, Sozialleistungsbezüge oder eine Krankenversicherung. Dann stellen wir entsprechende Anträge, führen gemeinsam mit dem Klienten und dem Leistungsträger Verhandlungen über Ratenrückzahlungen von Beiträgen.

2)  Service-Leistungen

  • „haus hebron“ denkt an Sie: Geburtstags-Grüße mit Karte und Geschenk
  • „haus hebron“ hilft: Unterstützung bei der Kommunikation mit Behörden.
  • „haus hebron“ ist vernetzt: Internet-Arbeitsplatz gratis,
  • „haus hebron“ vermittelt: Mediation Ihrer Streit- und Konfliktfälle

3) Veranstaltungen / Feiern / Ausflüge / zusätzliche Betreuungsangebote

Der Sozialdienst kümmert sich um regelmäßige Hausveranstaltungen in Form einer wöchentlichen Kreativ-Gruppe, einer wöchentlichen „Offenen Gesprächsstunde für Suchtbetroffene“ und eines 14tägigen Kinoabends.

Zudem werden wöchentlich Ausflüge zum Selbstkostenpreis organisiert zu unterschiedlichen Zielen wie z. B.: Tierpark, Spreefahrt, Bauernhof, Ruderbootstour, Bowling, Aquarium am Zoo u.v.m.

Und last but not least bietet der Sozialdienst bis zu vier Praktikumsplätze für Sozial-Studiengänge und einen Ausbildungsplatz.