Nachbarschafts-Fenster

Am Mittwoch den 12.Oktober 2016 findet um 17:00 im UG des Wohnhauses

Hartriegelstr. 132,
12439 Berlin-Niederschöneweide

wieder ein Nachbarschaftstreffen statt.

Es ist das 4. Nachbarschaftstreffen.
Wir besprechen Themen zur Eingewöhnung des Hauses in die Umgebung.

Nachbarschaftsfenster

Der Umzug von „haus hebron“ in die Hartriegelstr. 132, 12439 Berlin, hat in einer Rekordzeit von einer Woche stattgefunden. Die Bewohner haben dabei die unterschiedlichsten Reaktionen gezeigt. Die Meisten waren begeistert und haben sich gefreut über die hellen, sauberen Räume, den Fahrstuhl und die elektrische Eingangstür. Es gab aber auch Tränen und die Sicht dieser Bewohnerin war so getrübt, dass sie statt dessen alles zu klein empfand, und sie befürchtete Klaustrophobie zu bekommen.

Jeder Mensch hat sein Bewältigungsmuster für den Abbau von Stress. Manche der Bewohner greifen zu mehr Alkohol. Deshalb haben wir in den letzten Tagen erhöhten Konsum zu verzeichnen.

8., 9. und 15.06.2015:

Die Bewohnerin Frau M. W. hat sich vor und im Kaisers-Markt daneben benommen.  Sie und ihre Freunde haben einen Kunden angepöbelt. Dieser Anwohner  hat uns dies gemeldet und wir haben dafür gesorgt, dass die Bewohner  sich zurück auf unser Gelände begeben haben.  Die Bewohnerin hat sich in den Folgetagen nicht mehr in den Griff bekommen und muste gekündigt werden.

Zwei junge Männer, aus der näheren Nachbarschft haben auf der Strasse einen Bewohner mit den Worten bedroht, dass „er bald von hier verschwinden würde, weil sie das Haus sowieso abfackeln würden!“ Der Vorfall wurde zur Anzeige gebracht.

11.-18.06.2015:

Herr M. N. legte sich mehrmals als hilflose Person mit heruntergerutschter Hose auf den Rasen an der S-Bahn-Brücke zum Schlafen. Wir haben die zuständige Psychiatrie-Ambulanz (PIA)  eingeschaltet.

15.06.2015:

Ein Bewohner wurde auf einen Spaziergang von 2 Männern  24-30 Jahre alt  angesprochen: „Verpiss dich, du Asozialer, dass Haus Hebron steht bald nicht mehr, das brennt bald!“

Am Abend des xx.06. hat die Polizei eine unbekleidete Frau vor dem Kaisers – Markt aufgegriffen, die nicht im haus hebron wohnt. Da die Kleidung der Frau in der Nähe des Kaisers Markt nicht zu finden war, hat sich die Polizei der Kleiderkammen von haus hebron bedient um sie wieder  einzukleiden.

Unser Bewohner O.Sch. ist am Ende der Rudower Str. in die Spree gefallen und wurde wieder herausgefischt.

Wir hoffen, dass die turbulenten Tage bald ein Ende haben und wieder Ruhe einkehrt, wie wir es vom vorherigen Standort gewöhnt sind.

Wir haben ein Bürgertelefon eingerichtet, das rund um die Uhr erreichbar sein sollte.

Wählen Sie 0171 /575 3001 wenn Sie in Schwierigkeiten mit einem unserer Bewohner geraten sollten.

19.06. 2015.:

Vor den Fenstern des Kaisers Marktes nach vorne hin ist der Aufenthalt von Personen ab heute verboten. haus hebron hat an die Fenster Verbotschilder in Absprache mit der Marktleitung geklebt.

 

Aufkleber-Kaisers-verboten

Wir haben Fahrräder angeschafft um bei Bedarf auch schnell in der Grünanlage zur Stelle sein zu können.

1. Nachbarschaftstreffen

Wo? Im „haus Hebron“, Hartriegelstr. 132,  12439 Berlin Niederschöneweide.

Hiermit laden wir herzlich alle interessierten Bürger und Bürgerinnen zu einem  Nachbarschaftstreffen  nach dem Umzug der haus hebron gGmbH in die Hartriegelstr. 132, 12439 Berlin ein. Wir möchten mit Ihnen weiterhin im Dialog bleiben, gemeinsam Ideen und Lösungen entwickeln und umsetzen, damit eine Integration vom haus hebron und dessen Bewohnerschaft am neuen Standort gelingen kann.

Bitte kommen Sie dazu in unseren Veranstaltungsraum am Mittwoch den 22.07.2015 um 17:00 Uhr.

Wir haben auch Vertreter der politischen Bezirks-Verantwortung, des Bezirksamtes und von Krankenhäusern z.B. Station Monika/Sucht/ Kh. Hedwigshöhe eingeladen.

01.07.2015:

Die psychiatrische Abteilung des zuständigen Krankenhauses hat sich angemeldet um Herrn M.N. zu besuchen, der am 11.-18.6.15 aufgefallen war als hilflose Person mit herunter gerutschter Hose.

Das Sozialamt hat gestern  eine umfassende Haus Inspektion vorgenommen. Es wurden alle Zimmer besichtigt. Dabei wurde kontrolliert, ob alle Vorschriften für die Unterbringung von Wohnungslosen eingehalten wurden. Die Abnahme erfolgte mängelfrei bis auf einen Punkt: In einigen Zimmer muss die Verschließbarkeit der persönlichen Schränke nachgerüstet werden,   damit in Zweibettzimmern den Zimmernachbar vor dem Zugriff des zweiten Bewohners geschützt ist.

Die zahlreichen unruhigen Ereignisse der ersten zwei Wochen, von denen wir weiter oben auf dieser Internetseite berichtet haben flauen inzwischen ab. Wir mutmaßen, dass dies der Eingewöhnung der Bewohner zu danken  ist.